Wo Historie auf moderne Arbeitswelten trifft
Im Rahmen der Quartiersentwicklung „Postbahnhof am Ostbahnhof 2.0“ entstand im Herzen von Berlin-Friedrichshain ein modernes, fünfgeschossiges Bürogebäude mit Staffelgeschoss. Neben innovativen Büroflächen auf über 17.000 m² bietet der Neubau auch Raum für Fitnessbereiche und Gastronomie.
Eine besondere architektonische Meisterleistung ist dabei die nahtlose Anbindung der neuen, lichtdurchfluteten Eingangshalle an das denkmalgeschützte, gemauerte Gleisviadukt des historischen Industriedenkmals von 1907.
Mit der anspruchsvollen Umsetzung der komplexen Innenausbauarbeiten wurde die K. Rogge Spezialbau GmbH beauftragt. Der Leistungsumfang umfasste neben klassischen Putz– und Trockenbauarbeiten auch die Installation von über 13.000 m² Hohlböden, umfangreiche Fliesen– und Malerarbeiten sowie die Montage von hochwertigen Innentüren und speziellen Systemtrennwänden in den Mietbereichen. Für eine optimale Raumakustik sorgte zudem der Einbau von über 1.700 rahmenlosen Akustiksegeln aus Polyesterfasern. Ebenso wurden auf allen Etagen die Bodenbeläge (Parkett, Kautschuk, Teppich) durch unsere Teams verbaut.
Herausforderungen an Ausführung und Logistik
Da das Ziel eine DGNB-Zertifizierung in Gold war, mussten sämtliche verbaute Materialien strenge Nachhaltigkeitskriterien und Vorgaben der EU-Taxonomie-Verordnung nachweisen.
Eine weitere signifikante Herausforderung war die Baustellenlogistik: Ohne bauseitigen Baukran erfolgte die Materialeinbringung aufwendig über Plateaugerüste und Außenaufzüge in die oberen Etagen.
Zudem lag die Baustelle in direkter Nachbarschaft zum Alten Postbahnhof und einer frequentierten Bahntrasse. Diese unmittelbare Nähe erforderte eine hochgradig präzise Planung, da die Arbeiten und Anlieferungen quasi im laufenden Betrieb der angrenzenden Verkehrsinfrastruktur der Deutschen Bahn koordiniert werden mussten.
Hochleistungs-Brandschutzmaßnahmen (F90) und strenge Schallschutzvorgaben für die Trennwände rundeten das anspruchsvolle Profil dieses zukunftsweisenden Projekts ab.
(Fotografie © Jens Storkan)